Reise nach Prag – Der Bericht

Kalender 29. Mai 2008 Kategorie aus dem Leben Kommentare 3 Kommentare

Seit gestern ca. 23:00 Uhr bin ich wieder von Prag nach Hause gekommen, völlig fertig. Ich habe sehr viel erlebt und deswegen auch sehr viel zu erzählen.

Die Reise fing am Sonntag um 6.15 los. Schon nach ca. 20 Minuten kam der erste Schock für mich, denn ein Schulkollege rief mich an, da er glaubte der Zug bleibe nicht in Mürzzuschlag stehen, wo ich einsteigen wollte, da war ich dann etwas verunsichert. Als ich kurz vor 7.00 Uhr am Bahnhof Mürzzuschlag ankam, hatte mein Zug 30 Minuten Verspätung, welche nicht die letzte in diesen Tagen sein sollte. Ich saß dann am Bahnsteig als mich ein Taxler fragte ob ich Richtung Wien müsse, und ich bejahte seine Frage. Er forderte mich auf in sein Taxi zu steigen, da der Zug 30. Minuten Verspätung hatte. Ich dachte mir dann, “Na gut, vermutlich wollen sie die Verspätung aufholen und der Zug bleibt eben nicht in Mürzzuschlag stehen.” Ich wurde dann nach Wiener Neustadt kutschiert, wo ich dann eine gute Dreiviertel Stunde auf meinen Zug warten musste. Als ich dann endlich im Zug war, war es schon fast neun Uhr. Im Zug erfuhr ich dann dass der Zug sehrwohl in Mürzzuschlag stehen blieb, was mich verwunderte, warum ich mit dem Taxi gefahren bin. Naja, mir war es dann egal, da ich es nicht zahlen musste. Zu Mittag kamen wir dann in Prag an, wo uns unsere Reiseleiterin empfing und wir zu unserem Hotel fuhren, welches doch sehr schäbig war, aber wir haben uns schnell daran gewöhnt und somit war es uns dann auch egal. 

Nach dem einchecken fuhren wir dann das erste mal in die Prager Innenstadt wo wir sehr verblüfft waren. Neben der Eisenbahn und auch in den Randbezirken von Prag, sieht es teilweise sehr heruntergekommen aus, wobei man merkt dass sich das Land im Aufschwung befindet, da sehr viel gebaut, renoviert und hergerichtet wird. In der Innenstadt, ist es dass genaue Gegenteil, alles schön, sauber und extrem viele Leute. 

Am Montag passierte mir etwas sehr lustiges. Zwei Schulkollegen und ich sitzen gerade in der Altstadt auf einer runden Bank, als neben mir ein Typ mit Leuten zu reden begann, er wirkte sehr nett. Dann kam er zu mir, und es begann folgendes Gespräch so wie ich es verstand:

A: Can I ask you something?
Ich: Yes.
A: Really?
Ich: Yes.
A: Do you like to try it? (holt inzwischen ein Säckchen hervor)
Ich: What?
A: You want like to try it?
Ich zu Klassenkollegen: Was will er von mir?
Klassenkollegen: Ob du Haschisch probieren willst?
Ich: What?
A: Do you speak German?
Ich: Ja.
A: Willst du jetzt Haschisch probieren? Super Preis. 250 CK oder 10€. Ist ein super Preis?
Ich: Nein, ich will keine Drogen?
A: Ist wirklich ein super Preis.
Ich: Ja dass glaub ich schon, aber ich will nicht.

In wirklichkeit fragte er mich schon am Anfang folgendes: “Do you need Stuff?”, was ich leider falsch verstanden haben.

In den restlichen Tagen wo wir in Prag waren sahen wir sehr viel von der Prager Altstadt und vom Leben, außerdem besuchten wir eine der ältesten Bierbrauereien in Böhmen, sowie die Skoda Werke. Der Höhepunkt unserer Pragreise war dann am Dienstagabend der Rundgang wo wir an einige Schauplätze des Filmes XXX mit Vin Diesel kamen. Hier sahen wir auch Prag bei Nacht, was wirklich sehr ansehnlich ist. Danach besuchten wir ein gefaktes Hard Rock Cafe in Prag, und dann saßen wir im Hotelzimmer noch gemütlich bei Bier und Musik zusammen und schauten uns unsere Bilder an.

Das aufregendste und spannendste unseres Ausfluges war dann aber sicherlich die Heimreise, welche 13 Stunden dauerte. Um 10.00 Uhr verliesen wir unser Hotel in Richtung Prager Bahnhof. Angekommen am Bahnhof, kauften wir noch Proviant und Zeitungen um unsere letzten Kronen aufzubrauchen, und dann ging es auf den Bahnsteig. Auf dem Weg dorthin sahen wir schon, dass unser Zug eine halbe Stunde Verspätung hatte. Als wir dann am Bahnsteig saßen erhöhte sich die Verspätung immermehr. Wir beschlossen dann den direkten Zug nach Wien zu nehmen um nicht an der Grenze wieder festzusitzen. Ich testete dann einmal für eine Stunde die Schlaftauglichkeit der Sitzgelegenheiten am Prager Bahnhof, was zwar nicht besonders komfortabel war, aber immer noch besser, als am Bahnsteig direkt am Boden zu schlafen. Inzwischen riss auch der zweite Zug eine Verspätung von 110 Minuten auf, aber um ca. 15.35 verliesen wir mit dem Zug den Prager Bahnhof. Inzwischen waren wir schon mehr als 5 Stunden unterwegs. Der Grund für diese enormen Verspätungen, war die deutsche Bahn, welche Probleme mit ihrem Stromnetz hatte. Als wir uns schon alle auf die Heimat freuten, blieben wir direkt am Grenzbahnhof wieder für eine Stunde stehen. Die Klassenkameraden verzweifelten schon alle, da wir wie es zu diesem Zeitpunkt aussah, nurmehr bis Mürzzuschlag gekommen wären und dort um ca. 1 Uhr in der Früh angekommen wären. Aber Gott sei Dank wartete unser Anschlusszug in Wien zehn Minuten und so konnten wir beruhigt die Heimreise über den Semmering antreten. Ich hatte dann auch noch riesen Glück, denn der Zug den wir erwischten blieb auch in Kindberg stehen, was für mich natürlich super war. Nach ungefähr 13 Stunden Heimreise war ich dann endlich wieder total fertig zu Hause. 

Für den heutigen Donnerstag bekamen wir dann aufgrund der Strapazen der Heimreise auch noch Frei und so fahre ich morgen noch in die Schule um mein Zeugniss abzuholen und um Bilder aus Prag auszutauschen.

Meine Bilder kommen in den nächsten Tagen auch ins Internet. Da es aber über 600 Bilder sind, werde ich sie vorher noch aussortieren und dann auf FLICKr stellen.

http://flickr.com/photos/hochitom

Hier gibt es einen zweiten Bericht, von einem Schulkollegen.

 

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