Danke! Herr Hickersberger

Kalender 24. Juni 2008 Kategorie EM 2008 Kommentare Keine Kommentare

Tja, wirklich neu ist diese Nachricht ja nicht, dass Josef Hickersberger nichtmehr Teamchef der Österreichischen Nationalmannschaft ist. Aber ich möchte trotzdem einige Worte darüber verlieren.

Als Hickersberger 2006 sein Amt als Teamchef zum zweiten Mal antrat, blickte ich etwas zuversichtlich der EURO entgegen, leider wurde diese Zuversicht schon sehr schnell getrübt, und ich wurde immer pessimistischer, sowie vermutlich ganz Österreich. Leider hat sich das bei vielen nicht geändert. Diese Meinung, dass Hickersberger nicht der richtige sei, behielt ich bis zum 6. Februar. Am 6. Februar spielte Österreich eine Halbzeit lang an die Wand, danach brachen sie ein und verloren noch 3:0. Leider vergaben sie einige Hochkarätige Chancen. Beim nächsten Match gegen Holland verwerteten sie ihre Chancen, verloren aber trotzdem nach einer 3:0 Führung mit 4:3. Wieder wurde Kritik laut, ich blickte aber sehr positiv der Euro entgegen. Danach gab es noch drei Spiele, wobei eines unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegen Kuba statt fand. 

Als dann die EURO begann, nachdem Hickersberger und sein Betreuerteam das Team einige Wochen auf die EURO hintrimmte, sah man eine super aufspielende Junge Mannschaft denen leider nur das letzte Quäntchen Glück, oder mehr Kaltschnäuzigkeit, fehlte um ihre Chancen zu verwerten. Das war vor allem bei dem Polen Spiel so, wo man in den ersten 20 Minuten schon 3:0 in Führung hätte liegen müssen. Schlussendlich schaute bei diesem Spiel ein einziges Püncktchen heraus, welches von den Österreichern wie ein Sieg gefeiert wurde. Dieser nötige Sieg, um das Viertelfinale zu erreichen, bleib leider auch gegen eine schlecht spielende Deutsche Nationalmannschaft aus und so war der EURO-Traum ausgeträumt. 

Danach wurden auch die Kritiker laut, dass Hickersberger endlich seinen Hut nehmen soll, denn er könne die Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika sowieso nicht überstehen. Darum nahm er gestern auch den Hut, was ich voll verstehe, denn ich möchte auch nicht weiterarbeiten, wenn fast drei/viertel aller Österreicher nicht hinter mir stehen. Ich persönlich hätte ihn gerne noch als Teamchef weiter gehabt, denn sein Weg war meiner Meinung nach der richtige. Obwohl zugeben muss, dass ich den ein oder anderen Spiel ausgetauscht hätte, diese möchte ich hier aber nicht näher erläutern. 

Zum Schluss möchte ich mich jetzt persönlich beim Teamchef bedanken. Auch wenn ich bezweifle, dass er das lesen wird.

“Dank Herr Hickersberger, für diese schöne EURO!”

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