Das erste Mal in der Fanmeile!

Kalender 13. Juni 2008 Kategorie EM 2008 Kommentare 1 Kommentar

Gestern fand ja in Wien das “Schicksalsspiel” für das Österreichische Nationalteam statt. Ich hatte mich eigentlich auch schon für einen gemütlichen Fernsehabend bei mir daheim eingerichtet, als mich ein Anruf einer Freundin ereilte, ob ich nicht mitgehen möchte in ein Kindberger Lokal, um dort das Match anzuschauen. Ich sagte natürlich sofort zu und so gingen wir in Kindberg ins Salito, wo wir uns die erste Halbzeit des Deutschlandspiels angesehen haben. Danach fuhren wir ganz spontan nach Bruck um uns das Österreichspiel in der Fanmeile anzusehen, und diesmal kamen wir sogar noch hinein, obwohl es keine Sitzplätze mehr gab, was mir eigentlich egal war.

Wir sahen dann eine super spielende österreichische Nationalmannschaft, die bis zur 30. Minute schon mit 3:0 in Führung liegen hätte müssen. Bisdahin war auch Stimmung super und hunderte Österreich Fans sangen begeistert Sprechköre. Beim Führungstreffer der Polen wurde es dann schlagartig still, keiner konnte es fassen, dass man nun wieder einem 0:1 Rückstand hinterher laufen musste. Nach der Halbzeit wurde die Stimmung zwar wieder besser, jedoch nichtmehr so wie am Anfang des Spiels. Erst in der 92. Minute jubelte wieder der ganze Brucker Hauptplatz. Zuerst, dass Österreich einen Elfmeter zugesprochen kam, und dann darüber dass der Oldie Ivica Vastic den Elfer sicher einnetzte. Danach gab es keinen halten mehr und alle Fans feierten diese 1:1 wie wenn Österreich schon Europameister wäre. Eigentlich hätte es keinen Grund zum jubeln geben dürfen, denn meiner Meinung nach, war dieses 1:1 schon ziemlich mager, wenn man schon nach 30 Minuten 3:0 in Führung liegen musste.

Und wenn ich dann noch auf der Homepage einer neuen österreichischen Tageszeitung lesen muss, dass ein Fan den Teamchef Josef Hickersberger aufs schärfste kritisiert, dann kann ich auch nur den Kopf schütteln, denn er hat gestern alles richtig gemacht. Man kann darüber streiten, warum er den ein oder anderen nicht mitgenommen hat, der gestern vielleicht doch getroffen hat, aber den Teamchef immer noch in Frage zu stellen, dass gehört sich nichtmehr. Denn soviel wie er zusammengebracht hat, haben viele vor ihm nicht geschafft.

 

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