Willkommen im Zeitalter des Print 2.0

Kalender 6. Oktober 2009 Kategorie diverse Kommentare Keine Kommentare

In letzter Zeit hörte man immer öfter, dass Print ein totes Medium sei. Ich konnte die Leute, die das behaupteten zwar nicht verstehen, denn ich lese lange Texte einfach lieber am Papier als am Desktop. Machte mir aber trotzdem meine Gedanken wie man Print revolutionieren könnte. Das nicht nur ich mich damit beschäftige bemerkte ich in dieser Woche bereits zweimal. Beide Male sind es Magazine, die ihre Inhalte mit dem Web kombinieren, aber beide Male sind verschiedene Lösungansätze.

1. Webstandards Magazin

Das Webstandardsmagazin (Idee von David Maciejewski) führte den Leserbrief in Echtzeit ein. Das ganze funktioniert ganz einfach mit Hilfe von Twitter-Hashtags und bietet der Redaktion und auch den Lesern einen direkten Rückkanal in Echtzeit. Das ganze wird dann gesammelt auf einer eigenen Twitterwall für jede Ausgabe angezeigt. Somit verliert die Redaktion zwar die Kontrolle über die Meinungen der Leser, der Leser gewinnt dadurch aber mehr Transparenz, was bei abgedruckten Leserbriefen nicht der Fall ist. Dadurch könnte sich via Twitter auch eine Diskussion über Themen entwickeln, was zwar derzeit nicht der Fall ist.

2. The Red Bulletin

RedBull geht an Print 2.0 etwas anders heran. Und zwar geht es hier nicht um Lesermeinungen, sonder vielmehr darum die Stories im Heft aufzupeppen. Ganz RedBull like eben. Einfach auf de.redbulletin.com gehen, auf das Auge klicken, “Bull’s Eye” starten und das Bild mittels Webcam zum Leben erwecken. Leider gibt es nur die Möglichkeit die Videos per Webcam zu “identifizieren”. Was aber tun wenn man keine Webcam hat? Da sollte sich RedBull noch einen weiteren Weg einfallen lassen um einfach an die Videos zu kommen, was auch nicht viel Aufwand sein sollte mittels Linkcodes oder ähnlichem. Außerdem sollte über die Videos mehr Infos, Interviews, Animationen, etc. transportiert werden und nicht nur 3 Minuten Videos mit Musik unterlegen.

Fazit

Die Magazinverantwortlichen  machen sich mittlerweile Gedanken, wie man Print noch interessanter machen kann. Wir haben bereits zwei Möglichkeiten kennen gelernt. Ob diese auch den Durchbruch schaffen werden bleibt dahin gestellt, aber gute Ansätze sind es mit Sicherheit auch wenn noch Verbesserungsbedarf gibt.

Lassen wir uns überraschen was uns die nächsten Monate, oder vielleicht Jahre, noch bringen werden. Vielleicht finden wir auch bald in unserern Tageszeitungen die ein, oder andere Idee. Zu begrüßen ist es auf alle Fälle.

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