Post von Strache

Kalender 19. April 2010 Kategorie aus dem Leben Kommentare 6 Kommentare

Zur Ausgangslage:
In der Schule hat über meinen Facebook-Account H.C. Strache eine Freundschaftsanfrage geschickt. Ich war zu diesem Zeitpunkt leider nicht anwesend und wusste davon nichts. Deswegen war ich sehr überrascht als ich am Donnerstag eine Nachricht von Strache bekam. Nachfolgend veröffentliche ich hier alle Nachrichten.

Straches erste Nachricht:

Freut mich sehr, dass du mich geaddet hast. Herzlichen dank! Da ich auf meiner privaten Seite jedoch leider nur 5.000 persönlich Bekannte und Freunde aufnehmen kann und diese Zahl bereits fast erreicht ist, bitte ich dich auf meine Freundschafts- / Fanseite ( www.facebook.com/hcstrache ) zu gehen, wo du Mitglied werden kannst und ebenso alle Infos erhältst. Bitte hilf mit unser schönes Österreich für unsere Kinder und Kindeskinder zu bewahren und mit mir gemeinsam eine bessere, sichere und gerechtere Zukunft für unsere Heimat zu gestalten. Gemeinsam können wir es schaffen! Ganz liebe Grüße HC Strache

Da mir einige Passagen in dieser Nachricht nicht passten, sah ich mich dazu gezwungen diese Nachricht nicht unbeantwortet zu lassen. Außerdem musste ich richtig stellen, dass ich kein Freund von Strache sein will. Darum habe ich ihm folgende Antwort geschickt:

Ich trage gerne zu einem besseren, sicheren und gerechterem Österreich bei. Jedoch ist der von Ihnen eingeschlagene Weg NICHT der richtige. Denn ich bin für ein offenes Österreich in dem jeder Mensch, egal welcher Herkunft, die selben Rechte haben soll und Menschen die eine rassistische Hetze betreiben KEINEN Platz haben sollen. Denn wir müssen aus den Fehlern die UNSERE Vorfahren begangen haben lernen und diese Vermeiden. Was Sie aber betreiben ist genau dieser Weg, wie wir ihn auch vor 70 Jahren erlebt haben und genau solche Menschen sollten in Österreich und auch sonst nirgendwo weder eine Platz haben und noch viel weniger zu sagen haben. Leider verstehen das in Österreich zu wenige Menschen und viel zu viele verfallen den hetzerischen Reden. DENN JEDE STIMME FÜR DIE FPÖ, IST EINE STIMME ZU VIEL!

Mit (freundlichen) Grüßen
Thomas Hochörtler

PS: Ich wollte NICHT mit Ihnen befreundet sein, sondern wurde von einem Mitschüler dazu genötigt. Aber das kennen Sie ja, wie es ist immer der Unschuldige zu sein ;)

Nur wenige Minuten nach meiner Nachricht, antwortete mir Strache völlig unerwartet.

Sehe geehrter herr hochörtler! Vielen dank für ihr Mail, welches inhaltlich belegt, dass sie von Offenheit, Objektivität und Demokratie offensichtlich nicht viel halten. Das stimmt mich sehr traurig und ich hoffe, dass auch sie etwas von Bruno Kreisky lernen, welcher in manchen Bereichen für mich durchaus Vorbild ist, wenn
es um soziale Gerechtigkeit für Österreichische Staatsbürger geht. Denn er führte zb das heiratsgeld für Staatsbürger ein. Für nicht-staastbuerger gab es diese Leistung zu recht unter Bruno Kreisky nicht. Er war jedoch mit sicherheit kein Rassist, wie sie in ihrem Wortschatz das Vokabel gerne diffamierend verwenden. Genausowenig wie ich einer bin. Denn bei mir zaehlt der abständige Mensch, gleich woher er kommt. Unanständige Menschen, welche unser sozialsystem missbrauchen oder gar kriminell werden, wollen wir jedoch nicht importieren. Aber wie sagte schon scholschinzyn in Archipel-Gulag sinngemäß: Kommunisten verschonen die wirklichen Verbrecher und kriminalisieren die politisch Andersdenkenden. Mangels ihrer Argumente verstehe ich den Versuch ihrer faschismuskeule, welche sie in ihrem Brief einsetzen. Dies ist aber sich der Grund, war sich immer mehr buerge. Von
dieser linken undemokratischen Haltung auch abwenden und die freiheitlichen Ideen demokratisch stärken. Vielleicht entwickeln aber auch die sich in ihrer sehr eindimensionalen Meinung ja auch weiter und werden in Zukunft besser differenzieren statt hetzen. Wünsche noch einen guten schulischen Erfolg und liebe Grüße HC – in Vorfreude auf kommende Landtags- und Nr-Wahlen. HC Strache

Auch in dieser Nachricht fand ich einige interessante Textpassagen. Zum Beispiel seinen letzten Satz in dem er seine Vorfreude auf die nächsten Landtags- und Nationalratswahlen kund tat, meine Nachricht ob er etwa die Bundespräsidenten-Wahl vergessen hat, lies er leider unerwartet.

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