Sein oder nicht sein – das ist hier die Frage!

Kalender 12. Mai 2010 Kategorie Wunschartikel Kommentare 1 Kommentar

Nachdem ich heute meine letzte schriftliche Matura geschrieben habe, kann ich mich in den nächsten Tagen wieder vermehrt dem bloggen widmen. An Schreibstoff mangelt es mir ja zum Glück nicht, denn es warten noch immer zahlreiche Wunschartikel in der Warteschlange.

Wie bereits zuvor erwähnt, schrieb ich in den letzten Tagen Matura. In Kommunikations- und Mediendesign (8 Stunden), Deutsch, Rechnungswesen und Englisch (jeweils 5 Stunden), ging es schon auch einmal um “Sein oder nicht sein”. Darum passt das auch zum Wiedereinstieg in meine Serie “Wunschartikel”.

Jeder kennt dieses Zitat, aber kaum weiß wohl woher es stammt.

Sein oder Nichtsein; das ist hier die Frage:
Obs edler im Gemüt, die Pfeil und Schleudern
Des wütenden Geschicks erdulden oder,
Sich waffnend gegen eine See von Plagen,
Durch Widerstand sie enden? Sterben – schlafen –

Nichts weiter! Und zu wissen, daß ein Schlaf
Das Herzweh und die tausend Stöße endet,
Die unsers Fleisches Erbteil, ’s ist ein Ziel,
Aufs innigste zu wünschen. Sterben – schlafen –
Schlafen! Vielleicht auch träumen! Ja, da liegts:

Was in dem Schlaf für Träume kommen mögen,
Wenn wir die irdische Verstrickung lösten,
Das zwingt uns stillzustehn. Das ist die Rücksicht,
Die Elend läßt zu hohen Jahren kommen.
Denn wer ertrüg der Zeiten Spott und Geißel,

Des Mächtigen Druck, des Stolzen Mißhandlungen,
Verschmähter Liebe Pein, des Rechtes Aufschub,
Den Übermut der Ämter und die Schmach,
Die Unwert schweigendem Verdienst erweist,
Wenn er sich selbst in Ruhstand setzen könnte

Mit einer Nadel bloß? Wer trüge Lasten
Und stöhnt’ und schwitzte unter Lebensmüh?
Nur daß die Furcht vor etwas nach dem Tod,
Das unentdeckte Land, von des Bezirk
Kein Wandrer wiederkehrt, den Willen irrt,

Daß wir die Übel, die wir haben, lieber
Ertragen als zu unbekannten fliehn.
So macht Bewußtsein Feige aus uns allen;
Der angebornen Farbe der Entschließung
Wird des Gedankens Blässe angekränkelt;

Und Unternehmen, hochgezielt und wertvoll,
Durch diese Rücksicht aus der Bahn gelenkt,
Verlieren so der Handlung Namen. – Still!
Die reizende Ophelia! – Nymphe, schließ
In dein Gebet all meine Sünden ein!

Und wer weiß jetzt woher dieses Zitat stammt, bitte melden!

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